Das Old School MMORPG Monsters and Memories ist am 1. Oktober in den Early Access gestartet. Dort läuft es für den Titel bisher überraschend gut. Laut offiziellen Zahlen kommt man auf beachtliche Spieler- und Abozahlen.
Wie läuft es für Monsters and Memories? Fünf Tage nach dem Release kam das Spiel noch auf 17.140 verschiedene Spieler an einem einzigen Tag, insgesamt haben sich sogar mehr als 25.000 in der ersten Woche eingeloggt. Im Peak waren immerhin 7.197 gleichzeitige Nutzer online.
Insgesamt haben den Titel 25.220 Personen abonniert, also sie alle zahlen die 15 Dollar im Monat. Fun Fact: Das Spiel hat in der Entwicklung bisher weniger als 200.000 Dollar gekostet – allerdings auch, weil die Mitarbeiter größtenteils freiwillig bei der Umsetzung geholfen haben. In einem Monat wurden also sämtliche Entwicklungskosten eingespielt und sogar deutlich überboten.
Ein Old School-Titel, der nicht jeden anspricht
Was ist Monsters and Memories für ein Spiel? Es handelt es sich um einen Old School-Titel, der seit 2020 entwickelt wird. Der Kopf hinter dem Ganzen ist Shawn Lord, der war bereits Lead Designer für EverQuest und DC Universe und hat auch bei KingsIsle an verschiedenen MMORPGs gearbeitet. Er wollte gerne einen Titel kreieren, der wieder an die späten 1990er und frühen 2000er-Jahre erinnert, als Erkundung und soziale Erfahrungen noch stärker im Vordergrund standen.
Mittlerweile ist das Team hinter dem Spiel auf rund 40 Personen angewachsen, die teilweise als Freelancer, viele aber auch komplett freiwillig an dem Projekt arbeiten. Langfristig sei aber das Ziel, dass möglichst viele Leute davon leben können.
Schaut man sich das MMORPG an, dann fällt natürlich sofort der Grafikstil auf. Der ist eine bewusste Entscheidung und soll an die alten Zeiten erinnern. Selbiges gilt auch für die Inhalte. So gibt es zum Start 18 verschiedene Klassen und 9 spielbare Völker, weitere sind für die Zukunft geplant. Mit eurem Charakter erkundet ihr eine offene Spielwelt voller Abenteuer und Gefahren.
Wie in alten Zeiten gibt es zwar einige Quests, der Fokus liegt aber eher darauf, Dinge zu entdecken. Zudem gibt es keine Markierungen, ihr müsst die Texte also lesen und die Aufgaben selber lösen. Auch bei so Kleinigkeiten wie dem Verkauf von Items gibt es Besonderheiten, etwa dass ihr Tierhäute nur bei Lederern oder Waffen bei Waffenhändlern verkaufen könnt.
Auch auf eine Map, die eure genaue Position zeigt, müsst ihr verzichten. Es ist also wirklich sehr oldschoolig, was man auch beim Kampfsystem merkt. Wer hier viel Action und Ausweichrollen erwartet, der wird auf jeden Fall enttäuscht.
Viele positive, aber auch verhaltene Reaktionen
Wie kommt Monsters and Memories an? Im Grunde ganz gut. Schaut man derzeit in das Reddit und auch auf YouTube, so zeigen sich einige positiv überrascht davon, wie viel Spaß ihnen das entschleunigte Gameplay macht. Lob gibt es auch für das Bezahlmodell. Immerhin bietet Monsters and Memories nur das verpflichtende Abo von 15 Dollar pro Monat. Es gibt keine Box-Kosten, keine Microtransaktionen und keinen Ingame-Shop.
Allerdings könnt ihr auf der Webseite Merchandise zur Unterstützung kaufen, etwa Tassen, Mousepads, Kissen oder T-Shirts.
Allerdings gibt es auch Stimmen, die sagen, dass sie es einfach einen Monat ausprobieren wollten um sich die Zeit bis zum Release von WoW Forever zu vertreiben, am Ende aber nicht überzeugt waren.
Early Access ja, aber kein Wipe: Wer nun Lust bekommen hat, kann sich das Spiel gerne mal anschauen. Der aktuell laufende Early Access besagt, dass zwar noch einige Kerninhalte fehlen, allerdings soll es keinen Wipe zu Release geben. Ihr könnt ab jetzt dauerhaft spielen.
Was sagt ihr zu Monsters and Memories? Und glaubt ihr an einen langfristigen Erfolg? Schreibt es gerne in die Kommentare. Und wer weitere neue MMORPGs in Entwicklung sucht, findet diese in unserer großen Übersicht.
