Auf YouTube und im Podcast haben wir darüber berichtet, dass ein Gericht der Firma Daybreak eine einstweilige Verfügung zugesprochen hat. Laut dieser darf The Heroes Journey, ein Privatserver zu EverQuest, nicht länger betrieben werden. Dieser wurde nun offiziell abgeschaltet, doch es macht sich Unmut breit.
Was ist passiert? Daybreak, die Firma hinter MMORPGs wie EverQuest, hat den Privatserver verklagt und wollte, dass dieser abgeschaltet wird. Diese Klage wurde im September verhandelt und die zuständige Richterin gab dem statt.
Laut den Aussagen vor Gericht hatte The Heroes Journey im Juli 30.000 Spieler und brachte pro Monat rund 100.000 Dollar ein. Das wollten die „echten“ Entwickler von EverQuest nicht auf sich beruhen lassen. Wir haben über den Fall ausführlich in einem Video berichtet:
Was ist nun passiert? Die beiden Köpfe hinter dem Privatserver haben nachgegeben und die Abschaltung eingeleitet. Seit dem 24. September kann der Server nicht mehr betreten werden.
Das Statement könnt ihr euch hier durchlesen:
Einige Spieler sind deshalb richtig sauer, denn sie haben eine Heimat verloren, in die sie etliche Stunden und teilweise auch viel echtes Geld gesteckt haben. Doch nicht nur sie sind enttäuscht.
Jeffrey Butler, der selbst an EverQuest als Entwickler gearbeitet hatte, hat sich zu dem Vorfall geäußert. Er war Verfechter des Servers und ist entsprechend enttäuscht. Auf Twitter teilte er mit, er habe einen der ältesten Accounts zum MMORPG überhaupt, der durchgängig gelaufen ist, nun aber von ihm gekündigt wurde (via MassivelyOP).
Butler könnte euch etwas sagen, der arbeitet derzeit an einem neuen MMORPG mit dem Namen Avalon, das seinen Fokus auf AI, Metaverse und Kryptowährung setzt. Wir hatten darüber schon mal im Podcast gesprochen.
The Heroes Journey ist übrigens nicht der einzige Privatserver zu EverQuest. Project Quarm etwa ist ein Projekt, das einen Deal mit Daybreak geschlossen hat und versichert, dass kein Geld mit dem Spiel verdient wird. Dieser darf deshalb fortgesetzt werden. Wer eine neue Heimat sucht, heißt es von den Entwicklern von Project Quarm, sei herzlich willkommen.

