Amazon hat heute in einem Blogpost bekanntgegeben, dass Lost Ark zurück an den Entwickler Smilegate gehen wird. Die werden sich ab 2027 um den Vertrieb im Westen kümmern. Was wir genau wissen und was das für die Zukunft bedeutet, verraten wir hier. Übrigens wurde auch der Vertrag zu Throne and Liberty aufgelöst. Amazon steht damit ab 2027 ohne MMORPG da.
Was wurde genau gesagt? Anfang 2027 wird Amazon Games den Live-Service für Lost Ark beenden. Von da an wird der ursprüngliche Entwickler Smilegate selbst das MMORPG zu uns in den Westen bringen (via Amazon).
Hinweise darauf gab es bereits viele, etwa dass das Abo für 12 Monate seit Februar 2026 nicht mehr gekauft werden kann oder dass Smilegate selbst Mitarbeiter für eine englische Lokalisierung und ein Community-Management bei uns gesucht hat.
Wann genau übernimmt Smilegate? Ein exaktes Datum gibt es bisher nicht. Wir werden den Artikel aber entsprechend aktualisieren. Bis zu dem Wechsel läuft Lost Ark aber weiter wie gewohnt. Im Anschluss übernimmt Smilegate dann auch alle sozialen Medien und die Webseite.
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Die bisherigen Accounts bleiben bestehen, aber es gibt auch Verluste
Was passiert mit den Accounts? Nichts. Lost Ark wird auch unter Smilegate weiter auf Steam zur Verfügung stehen und auf die gleiche Datenbank zurückgreifen. Eure Charaktere, Inventare, Währungen und Fortschritte bleiben bestehen.
Der Transfer zu Smilegate findet auch komplett automatisch statt. Ihr müsst also nichts tun. Wenn ihr allerdings nicht wollt, dass die Firma eure Daten bekommt, könnt ihr diesem aktiv widersprechen. Besucht dazu diese Seite von Amazon.
Was wird bei dem Transfer nicht mitgenommen? Wenn die Accounts in die Hände von Smilegate übergehen, wird es ein paar Verluste geben. Diese sind:
- Der aktuelle Ingame Postkasten
- Freundeslisten Memos und Gruppennamen
- Blacklist Memos
- Nicknamen und Memos in Gilden
- Die Nachrichten für Geschenke in den Strongholds
- Die Daten rund um die Quizzes
- Chatnachrichten und die Chat-Historie
Im Endeffekt ist also nichts wirklich Relevantes dabei, was verloren geht. Mit einer Ausnahme: Die Abos. Lost Ark verfügt aktuell über 3 verschiedene Abonnements. Sollten diese zum Zeitpunkt der Übergabe noch laufen, werden sie nicht mit übernommen.
Amazon rät aktiv davon ab, jetzt noch Abos für einen längeren Zeitraum abzuschließen. Die 12 und 6 monatige Version der kristallinen Aura ist beispielsweise auch gar nicht mehr im Shop zu finden. Wie man mit bereits bezahlter, verbleibender Abo-Zeit beim Wechsel umgeht, müsse man aktuell noch mit Smilegate finalisieren. Es sieht aber so aus, als würdet ihr sie verlieren.
Wird es eine Downtime geben, wenn der Wechsel stattfindet? Ja, und erfahrungsgemäß wird diese lange andauern. Schon normale Updates haben manchmal Wartezeiten von bis zu 24 Stunden.
Smilegate plant eine lange Zukunft für Lost Ark
Was sagt der Entwickler selbst zu den Änderungen? In einem Beitrag wandte sich das neue Team bereits an die Spieler von Lost Ark (via onstove). Dort heißt es, dass die Wünsche der westlichen Community in Zukunft schneller umgesetzt werden sollen, weil sie eben direkt an das Entwicklerteam gehen und nicht noch über einen Publisher laufen. Sie erklären:
„Wir versprechen außerdem, unsere Kommunikationswege zu erweitern, damit eure Gedanken und unsere eigenen Überlegungen als Entwickler enger miteinander in Einklang gebracht werden können – und dass wir uns öfter und offener an euch wenden.“
Die Kommunikation soll sich auch insoweit verändern, dass wir Livestreams und Offline-Events im Westen bekommen sollen.
Ihr großes Ziel ist zudem, den Content schneller im Westen zu veröffentlichen. Es sei frustrierend für uns gewesen, dass man bereits alle Strategien für neue Raids aus Korea kannte. Das soll sich möglichst in Zukunft ändern. Langfristig soll das Ziel ein simultaner Release für beide Regionen sein.
Lost Ark bekommt noch Updates bis zum Welchsel
Wie geht es mit Lost Ark bis 2027 weiter? Amazon verspricht, dass das MMORPG noch Updates bekommen wird. Es wird also nicht nur den kommenden September-Patch geben. Der bringt aber unter anderem die neue Klasse Warpweaver und weitere Anpassungen.
Eine genaue Roadmap zur Zukunft von Lost Ark über den September hinaus haben wir derzeit aber nicht.
Spannend ist nun, ob Smilegate es schaffen wird, Lost Ark zu altem Glanz zu verhelfen. Denn aktuell befindet es sich nicht mehr in den besten MMORPGs für 2026.

2 Kommentare
Hoffentlich bekommen die Communities von TnL und Lost Ark dadurch die Planungssicherheit, die sie sich schon lange erhofft haben. Vielleicht ist der Absprung von Amazon eine große Chance für beide MMOs 🙂
Zumindest bei Lost Ark bin ich vorsichtig zuversichtlich. TL läuft ja auch in Korea nicht so doll