Scars of Honor ist ein neues MMORPG, das sich stark an WoW orientiert. So gibt es zwei Fraktionen, ähnliche Klassen und Völker und auch eine bunte Comic-Grafik. Allerdings möchte der Titel mit Free2Play, einem fairen Shop und enger Zusammenarbeit mit der Community punkten. Wir von MMO News fassen alles Wichtige zusammen.
Scars of Honor auf einen Blick
| Entwickler | Beast Burst Entertainment |
| Genre | MMORPG |
| Release | 2027 (Early Access) |
| Beta | Offen – zuletzt im Mai 2026 |
| Bezahlmodell | Free2Play mit Shop |
| Plattformen | PC |
| Engine | Unity |
Update 13. August 2026: Wir haben den Hub umstrukturiert und mit vielen neuen Informationen ergänzt.
Wann erscheint Scars of Honor?
Wann erscheint Scars of Honor? Ein offizielles Release-Datum gibt es noch nicht. Allerdings haben die Entwickler bereits angekündigt, dass der Early Access 2027 stattfinden soll. Puffymuffinz, der Community-Manager, erklärte uns auf Nachfrage, dass das genaue Quartal vom Feedback der Spieler in den kommenden Monaten abhängt.
Was ist Scars of Honor?
Was bietet das MMORPG? Im Kern soll Scars of Honor ein Themepark-MMORPG mit einer Story, skalierenden Dungeons und Raids sowie verschiedenen PvP-Inhalten werden. Ein wenig erinnert das an WoW Classic, auch weil es Open-World-PvP geben wird.
- Ihr erstellt einen Charakter, wobei ihr euch zwischen den Fraktionen Sacred Order (blau) oder Domination (rot) entscheiden müsst.
- Ihr habt die Wahl aus 10 verschiedenen Klassen, auf die wir unten genauer eingehen
- Zudem gibt es verschiedene Völker wie Menschen, Zwerge, die Bearan, Orks, Untote und die Schweinerasse Grontha, wobei nicht jedes Volk jede Klasse wählen kann.
- Mit eurem Charakter levelt ihr bis Stufe 50, wobei ihr auf dem Weg dahin etliche Quests und auch Dungeons abschließen könnt. Durch eine spezielle Skalierung sollen sie sowohl zum Start als auch im Endgame relevant bleiben.
- Es gibt verschiedene Crafting-Disziplinen, wobei hier Minispiele im Fokus stehen. Je besser ihr die meistert, desto stärker wird der Gegenstand.
- Für PvP-Fans gibt es 1v1v1- und 2v2v2-Arenen, Battlegrounds im 5v5 und eben Open-World-PvP.
Wir haben Scars of Honor selbst getestet und unsere Erfahrung in einem Video zusammengefasst:
Klassen, Scars und Völker
Welche Klassen gibt es? Insgesamt möchte Scars of Honor zum Start im Early Access 10 Klassen anbieten:
- Krieger
- Paladin – War schon in der Beta spielbar
- Magier – War schon in der Beta spielbar
- Priester
- Pirat
- Nekromant
- Waldläufer – War schon in der Beta spielbar
- Druide – War schon in der Beta spielbar
- Hexer
- Assassine
Jede Klasse bekommt einen eigenen Talentbaum mit mehr als 240 verschiedenen Talenten, wobei ihr nicht alle davon gleichzeitig skillen könnt. Ihr wählt zu Beginn eines von sechs Grundtalenten aus, das die grobe Spielrichtung vorgibt. Beim Pirat sollt ihr etwa zwei Einhandwaffen, Schusswaffen oder Tiefseemagie als Spezialisierung zur Auswahl haben. Im Anschluss könnt ihr jedoch den gesamten Skilltree nutzen, inklusive der anderen Grundtalente, wenn ihr euch wieder dorthin bewegt.

Was steckt hinter den Scars? Neben den Talenten gibt es noch ein zweites System, das ebenfalls eure Charakterentwicklung maßgeblich beeinflusst, und das sind die Scars. Die schaltet ihr über besondere Achievements oder Errungenschaften wie Weltboss-Kills frei. Sie bringen euch Stat-Boosts, aber auch Modifikationen für eure Fähigkeiten, wobei diese zufällig ausgerollt werden.
Mit der Zeit schaltet ihr zusätzliche Scar-Slots frei und für Ingame-Währung sollt ihr die Scars auch neu ausrollen können.

Welche Völker gibt es zur Auswahl?
- Die Sacred Order haben die Menschen, Elfen, Zwerge und die Bärenrasse
- Die Domination setzt auf Orks, Untote, Dämonen und die Schweinerasse Gronthar
Das spaßige Kampfsystem
Wie funktionieren die Kämpfe in Scars of Honor? Das Kampfsystem setzt auf Tab-Targeting, will aber viel Dynamik bieten. Dazu gehört, dass ihr etwa den Auto-Angriff nicht automatisch ausführt, sondern die 1 spammen müsst.
- Mit dem Mage klappte das in dem Beta-Test 2026 einigermaßen gut, hier hat man viele Skillshots, die man selbst platzieren kann.
- Mit dem Ranger kam hingegen kein so actionreiches Gefühl auf. Für manche Fähigkeiten muss man stehenbleiben und manchmal dreht sich der Charakter beim Rückwärtslaufen einfach um, was dazu führt, dass man den Feind gar nicht mehr attackiert.
Die Animationen waren teilweise unfertig oder buggen, und richtige Wucht spürt man auch nicht. Das Thema Line of Sight ist noch einmal ein ganz eigenes, denn man wird durch Wände und Böden getroffen. Das alles macht das Kampfgefühl einfach sehr unrund.
Die grundsätzliche Vision ist aber vielversprechend. Rein von der Bewegung hat es mir bereits mehr Spaß gemacht, als WoW Classic, und genau die Zielgruppe möchte es ja ansprechen.
PvE und PvP
Was bietet Scars of Honor im PvE? Es wird Questreihen geben, denen ihr folgen könnt, und eure Entscheidungen innerhalb dieser sollen Einfluss auf die NPCs und die Spielwelt um euch herum haben. So merken sich die Charaktere etwa, ob ihr ihnen geholfen habt oder nicht, was sich auch auf zukünftige Quests auswirken kann.
Dann wird es natürlich auch Dungeons geben, wobei hier ein großes Augenmerk auf dem Wiederspielwert liegt. Sowohl das Layout als auch die Gegner darin sollen sich in jedem Durchgang etwas anders spielen, was an Roguelikes erinnert. Auch nach dem 50. Durchgang soll es noch etwas Neues zu entdecken geben. Die Dungeons sollen zudem skalieren, und das bedeutet, dass sie im Early Game eine wichtige Ressource für XP und Ausrüstung sein sollen, aber die gleichen Instanzen später auch auf einer höheren Schwierigkeit im Endgame genutzt werden.
Im Anschluss an die Dungeons sind zudem Raids für größere Spielergruppen geplant.
Was bietet Scars of Honor im PvP? Wie genau das Open-World-PvP aussieht, das haben sie noch nicht kommuniziert. Möglicherweise wird es bestimmte Konfliktzonen im Mid- und Endgame geben, vielleicht orientieren sie sich aber auch an dem System von PvP-Servern in WoW Classic, wo sogar die Städte geraidet werden konnten. Fest steht aber, dass der Kampf zwischen Spielern eine große Rolle einnehmen wird.
Wer das Ganze lieber etwas organisierter und fairer mag, kann dann in die Arenen einsteigen. Hier gibt es 1v1v1, 2v2v2 sowie einem 5v5-Batleground. In letzterem geht es nicht nur um das Besiegen von Feinden, sondern ihr müsst als Team 1.000 Jar Points sammeln, um zu gewinnen. Ein besonderes Highlight soll zudem ein Mirror-Match-Modus sein, bei dem ihr in den Arenen nur gegen andere Spieler eurer Klasse antretet, um zu beweisen, wer diese am besten beherrscht. Anders als im Open-World-PvP spielen das Level und die Ausrüstung hier keine Rolle. Alle werden auf den gleichen Stand gesetzt.
Ein faires Free2Play ohne Pay2Win oder Gacha
Wie finanziert sich das Spiel? Scars of Honor soll Free2Play werden und bei der Monetarisierung besonders fair sein. Die Entwickler betonen dass es einen Shop geben wird, dieser jedoch frei von spielerischen Vorteilen wie zusätzlichen Bankplätzen und Pay2Win bleibt. Der Fokus liegt voll auf kosmetischen Inhalten, wobei ihr sogar die Farbe eurer Skills verändern könnt, wenn ihr das möchtet.
Weiterhin wird es keine kostenpflichtigen Erweiterungen, keine Lootboxen, kein Pay2Progress und generell keine FOMO (Fear of missing out) geben. Einzig über Battlepässe macht man sich gerade Gedanken, aber wenn diese kommen, werden sie nach dem Kauf niemals enden und man kann sie in beliebiger Reihenfolge vervollständigen.
Im Hintergrund gibt es aber einen Investor, der die aktuelle Entwicklung sicherstellt. Das Team ist nämlich schon auf über 100 Mitarbeiter angewachsen. Eine Kickstarter-Kampagne, die 2024 für zusätzliches Geld sorgen sollte, schlug jedoch fehl.
Die bisherige Entwicklung von Scars of Honor – Ein Zeitstrahl
- Ca. 2019 – Start der Entwicklung durch den Gründer Venelin Filipov
- 2021 – Gründung des Studios Beast Burst Entertainment
- Juni 2021 – Erster Stresstest mit externen Spielern
- März 2022 – Pre-Alpha-Test
- Oktober 2022 – Pre-Alpha-Test (hier haben wir von MMO News erstmalig reingespielt)
- Ende 2022 – Offener 24-Stunden-Test für alle
- 2024 – Start der Kickstarter-Kampagne
- 2025 – Das Spiel wird umfangreich überarbeitet
- Dezember 2025 – Präsentation der großen Überarbeitung
- 30. April bis 11. Mai 2026 – Großer Playtest auf Steam
Fazit: Fair zu den Spielern und sympathisch, aber ein langer Weg zum Ziel
Wie ist mein Gefühl? Das Bezahlmodell von Scars of Honor ist aus Spielersicht ein sehr fairer Ansatz, und das allein macht das Spiel schon interessant. Dazu kommen ein dynamisches Kampfsystem, die Besinnung auf Old-School-Elemente und innovative Ideen in Bezug auf endlose Dungeons, die sich immer neu zusammensetzen, oder auch die Minispiele beim Crafting.
Die Entwickler betonen zudem immer wieder, wie viel Wert sie auf das Feedback der Spieler legen. Sie seien selbst MMORPG-Spieler und die leeren Phrasen anderer Titel leid. Jedes neue Update und alle neuen Mechaniken werden im Forum und auf Discord vorgestellt und diskutiert. Die Entwickler versprechen, dass jeder Vorschlag von Fans gelesen wird, und sie machen in den Livestreams und Videos einen sehr sympathischen Eindruck.
Skepsis bleibt aber aufgrund der großen Pläne, die sie haben, und aufgrund des weiten Weges, der noch zu gehen ist. Denn das Kampfsystem war bei Weitem noch nicht fertig und insgesamt wirkte die Masse an Content sehr dünn. Technisch ist ebenfalls noch einiges zu tun und natürlich macht auch der Investor im Hintergrund immer etwas Sorgen. Was passiert, wenn er den Geldhahn zudreht? Trotzdem bin ich gespannt, wie sich das Spiel entwickelt.
Was sagt ihr zu Scars of Honor? Wie war euer Eindruck nach dem Test?
Wer nicht auf nächstes Jahr warten möchte, findet in unserer Übersicht die besten MMORPGs, die man 2026 spielen kann.
