ArenaNet hat beim Summer Game Fest 2026 das neue Guild Wars 3 angekündigt. Das soll eine Evolution der MMOs werden, noch vor dem ersten Teil spielen und seinen Fokus auf dynamische Fortbewegung und actionreiche Kämpfe legen. Zudem wird es erstmals eine Konsolenversion geben. Was wir bisher alles über Guild Wars 3 wissen, das fassen wir hier im Artikel zusammen.
Update 17. Juni: Wir haben neue Aussagen aus den letzten beiden Blogposts ergänzt.
Wann erscheint Guild Wars 3? Das wissen wir derzeit noch nicht. Allerdings scheint eine Veröffentlichung 2028 oder 2029 realistisch.
Wann startet die Beta? Eine Beta für Guild Wars 3 soll bereits im Herbst 2027 stattfinden. Unklar ist, ob es vorher bereits Alpha- oder Presse-Events geben wird. Wer sich für die Beta anmelden möchte, kann dies auf der offiziellen Webseite tun. Im Anschluss an die Beta möchte man das Feedback dann auswerten und den Release ankündigen.
Für welche Plattformen erscheint Guild Wars 3? Der Release ist aktuell für den PC, auf Steam und auf der PlayStation 5 geplant. Ob die Xbox noch dazukommt, ist aktuell unklar. Auch auf dem PC wird das MMORPG aber eine Controllersteuerung unterstützen.
Wie sieht die Monetarisierung aus? Laut dem Studio Lead Colin Johanson wird es kein monatliches Abo und auch keine Battle-Pässe geben. Battle-Pässe wären aus seiner Sicht so etwas wie versteckte Abos und würden nicht zur Philosophie passen. Stattdessen setzt man wieder auf Buy2Play und einen Shop, der Cosmetics, Accountdienste und kleinere Komfort-Items bekommen soll.
Was zeichnet Guild Wars 3 aus? Aktuell gibt es noch nicht so viele Informationen zu dem Titel. Wir werden die Region Orr erkunden und dort aus Vaelwächter eingesetzt. Diese Wächter wachen über die Region und beschützen die Geister und Völker, die dort leben. Was die Story angeht, so sollen wir mehr als 1.000 Jahre in der Zeit zurückreisen, also weit vor den Ereignissen in Guild Wars 1.
Die Entwickler versprechen ein actionreiches Kampfsystem, das aber trotzdem die klassische Build-Individualisierung von Guild Wars bieten soll. Die Kämpfe legen Wert auf Positionierung, Bewegung und klug eingesetzte Fertigkeiten. Fertigkeiten wird man übrigens sammeln müssen, da orientieren sie sich anscheinend eher am ersten Teil.
Das zweite große Highlight soll die Fortbewegung sein. Hier gibt es Reittiere, doch man kann auch rennen, gleiten und springen. Beeindruckend sieht die Szene aus, in der unser Charakter einen Berg hinaufläuft. Auch wenn ihr euer Fortbewegungsmittel wechselt, behaltet ihr euer Momentum bei und erlebt auf euren Abenteuern unbeschwerte Bewegungsfreude. Hier spürt man ganz klar den Einfluss von Guild Wars 2.
Wird es wirklich ein MMO? Das ist aktuell noch eine sehr spannende Frage. Auf der Webseite heißt es, dass man allein oder in einer Gruppe die Abenteuer erleben kann. Man soll mit anderen Spielern, aber auch mit NPCs und Naturgeistern Freundschaften knüpfen können.
Der Producer von Aion 2, Mervin Lee Kwai, beschrieb das Verhältnis seines MMORPGs mit Guild Wars 3 wie folgt: „Ich kann noch nicht allzu viel verraten, da [GW3] sich noch in der Entwicklung befindet. Aber es gibt einen Unterschied in der Ausrichtung … Aion 2 konzentriert sich mehr auf eine große Anzahl von Spielern, wie zum Beispiel bei RvR. Je mehr Nutzer, desto mehr Spaß. Bei Guild Wars 3 hingegen geht es eher um das Spielen in kleinen Gruppen, was das Gameplay unterhaltsamer macht. Mehr kann ich im Moment nicht sagen.“
Colin Johanson selbst erklärte, dass Guild Wars 3 mehr MMORPG sein wird, als es der erste Teil der Reihe war, aber es wird nicht diese Massenevents und riesigen Schlachten geben, wie in GW2.
Gibt es bereits Gameplay zu sehen? Ja, allerdings nur wenig. Erkennbar ist der Animir, das ist unser Reittierbegleiter, der auch als Bindeglied zu den Geistern vor Orr dienen soll. Man erkennt dabei recht deutlich, dass die Unreal Engine 5 zum Einsatz kommt, optisch macht es dennoch was her:
Was wissen wir über die Völker und Klassen? Im Grunde nichts. Allerdings sieht man im Trailer einen Kodan, auf der offiziellen Webseite etwas, was wie ein Jotun aussieht, und auf einem Artwork auch einen Asura. Letzteres könnte aber loretechnisch problematisch werden, denn eigentlich begegnen sich Menschen und Asura erst in Guild Wars Eye of the North.
Möglich ist also, dass wir dieses Mal nur Menschen spielen können, da die eine größere Rolle in der Geschichte damals eingenommen haben. Ausgeschlossen sind andere Völker aber dennoch nicht – mit zwei Ausnahmen. Sylvari gab es damals nicht und die Charr sind die absoluten Feinde der Menschen in diesem Zeitalter.

Wie steht es generell um die Lore? Guild Wars 1 spielt im Jahr 1072 bis Jahr 1079 AE, also nach dem Exodus der Götter. Der dritte Teil soll mehr als 1.000 Jahre früher spielen, also fällt er wahrscheinlich genau in diese Götter-Zeit. Dafür sprechen auch die gestickten Darstellungen im Trailer, auf denen die sechs Götter zu sehen sind, inklusive Abaddon.
Abaddon ist aber der zentrale Grund, warum es eine Zeitrechnung vor und nach dem Exodus gibt. Er gab nämlich den sterblichen Völkern Magie, was dann zu führte. Der Menschenkönig Doric sperrte die Magie mit Hilfe der anderen Götter in die Blutsteine und zog so den Zorn Abaddons auf sich. Der zog mit seinen Anhängern in den Krieg. Die anderen Götter und die sterblichen Völker bezwangen jedoch Abaddon und sperrten diesen Weg. Im Anschluss zogen sich die Götter von der Welt zurück, die Magie blieb jedoch und sorgte später für die Gildenkriege zwischen den Menschen. Die gaben dem Spiel Guild Wars übrigens auch seinen Namen.
Colin Johanson verriet in einem Interview, dass die Geschichte nach dem Aufstieg von Grenth zum Gott des Todes (48 Jahre vor dem Exodus) und eben dem Exodus selbst spielt.
Spannend ist, dass es zum Zeitpunkt des Exodus das Königreich Kryta noch gar nicht gab. Ascalon war die erste Fraktion, die in Tyria gegründet wurde, und das etwa 150 Jahre zuvor. König Doric breitete sich von dort aus nach Orr aus. Orr als Nation wurde erst 2 Jahre nach dem Verschwinden der Götter selbstständig. Die frühesten Menschen tauchten übrigens erst in Cantha und später in Elona auf. Tyria ist also die „jüngste“ Ansammlung.
Unwahrscheinlich ist aber, dass wir die Gildenkriege nacherleben, denn der erste fand erst deutlich später und damit nicht mehr 1.000 Jahre vor Guild Wars statt. Der dritte und letzte übrigens spielte im Jahr 1013 und damit kurz vor dem ersten Teil. Eine Verbindung zwischen Orr und Ascalon oder aber auch Elona wäre loretechnisch hingegen kein Problem.
Orr hat einen ganz besonderen Reiz für die Menschen gehabt, denn die Stadt lag nah bei Arah, dem Ort, an dem die Götter selbst gelebt haben sollten. Deshalb fühlte sich das Volk dort besonders von den Segen der Sechs berührt und war darauf sehr stolz.








Was wissen wir sonst noch? Laut der Steam-Seite soll das Spiel mittlerweile eine vollständige deutsche Lokalisierung inklusive der Vertonung bieten. Auf Steam finden wir zudem die aktuellen Systemanforderungen, die möglicherweise aber auch nur Platzhalter sind.
Mindestanforderungen:
- Betriebssystem: Windows 10 64-bit
- Prozessor: Intel Core i5-8400 oder AMD Ryzen 5 2600
- Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
- Grafik: RTX 2060 / Radeon RX 5700 / Intel Arc A580
- Speicherplatz: 65 GB verfügbarer Speicherplatz
Zu guter Letzt erklärte Johanson noch, dass man Guild Wars 3 nach einem besonderen Prinzip gebaut habe. Zuerst wurde sich angeschaut, welche Probleme MMORPGs derzeit haben, und dann wurde nach Lösungen gesucht. Auch deshalb soll Guild Wars 3 eine moderne Weiterentwicklung des Genres sein.
Wie geht es mit Guild Wars 2 weiter? Dazu haben sich die Entwickler in einem neuen Video geäußert. Der zweite Teil soll vorerst keine neue Erweiterung bekommen. Stattdessen bringt man eine Überarbeitung der Halle der Monumente, eine neue WvW-Karte, ein neues Gebiet in Orr und Anpassungen an alten Spielinhalten und dem Einstieg. Nach dem Release von Guild Wars 3 soll es dann wieder große, jährliche Erweiterungen geben und das über einen langen Zeitraum. Mehr dazu haben wir im Video zusammengefasst:
Und das war es dann bisher. Sobald es neue Informationen gibt, werden wir diese natürlich ergänzen. Was sagt ihr bisher zu Guild Wars 3? Schreibt es gerne in die Kommentare!
