Vom 10. bis zum 12. Juli fand auf Burg Ludwigstein in Hessen auch 2026 erneut die ESO-Taverne statt. Ein Wochenende, organisiert für die Community von Elder Scrolls Online. Wir von MMO News waren vor Ort und blicken mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück auf die letzten Tage der Taverne.
Was ist die ESO-Taverne? Die „Elder Scrolls Online”-Taverne ist ein Event von Bethesda und Zenimax, das dieses Jahr zum 12. Mal stattfand. Seit 2013 kommt die Community einmal im Jahr zusammen, um das Spiel, das sie liebt, und ihre Gemeinschaft zu zelebrieren.
Auch in diesem Jahr fand die Taverne unter dem Motto „You belong here“ oder „Ihr gehört hierher“ statt. Über 850 Fans des MMORPGs trafen sich in diesem Jahr auf der Jugendburg Ludwigstein im hessischen Witzenhausen und feierten drei Tage lang Elder Scrolls Online. Und wir waren dabei.
Neben gewandeten Besuchern waren auch zahlreiche Cosplayer vor Ort, die die ohnehin schon lebhaft geschmückte Burg noch mehr ins Mittelalter tauchten. Auch einige Streamer, YouTuber und Presse waren vor Ort, sowohl national als auch international.
Was passierte auf der Taverne? Natürlich trieben sich auch einige Entwickler und Angehörige von Bethesda auf Burg Ludwigstein herum. Viele von ihnen hatten wie bereits im letzten Jahr ihre Kinder dabei, was für ein lebhaftes und familiäres Treiben auf dem Gelände sorgte.

Viele der amerikanischen Devs mussten angesichts der jüngsten Entwicklungen bei Microsoft leider spontan zu Hause bleiben. Als Trostpflaster schaltete sich Game Director Nick Giacomini am Freitagabend über Videokonferenz hinzu und hielt eine kurze Ansprache, um das Event zu eröffnen.
Bereits hier wurde es emotional, da die Rede von Nick nicht groß vorbereitet oder glattgebügelt wirkte, sondern ein ehrliches und offenes „Wir wissen, es ist gerade schwierig, aber wir schaffen das“ war. Das kam authentisch rüber und trug zu dem familiären Gefühl der Taverne bei.
Inhaltsverzeichnis
Mehr Taverne – Mehr Spaß
Was konnte man machen? Im direkten Vergleich zum letzten Jahr in Heldrungen war alles größer, besser, organisierter. Die einzelnen Stände konnten etwas mehr Raum einnehmen, während es trotzdem genügend Sitzmöglichkeiten im Schatten gab. Gleichzeitig ist man dem Bewährten aber auch treu geblieben: Viele der Stände, Aktivitäten und Veranstalter waren schon letztes Jahr dabei, einige sogar bereits seit vielen Jahren.
So konnte man auch in diesem Jahr wieder einen eigenen Silberanhänger bei Atelier Goldtraum gestalten, sich im Schwertkampf oder Bogenschießen üben, oder unter Anleitung ein ESO-bezogenes Bild malen.
Was ist neu? Neu in diesem Jahr war die Möglichkeit, seine eigene Schatzkarte zu gestalten, sich beim Aqua Zorbing in einem riesigen Plastikball in einem Wasserbecken zu kugeln, oder sich mit Airbrush-Tattoos verschönern zu lassen. Wem die temporären Airbrush-Tattoos nicht genug Engagement waren, hatte die Möglichkeit, sich vor Ort ein echtes ESO-Tattoo tätowieren zu lassen. Und selbst diese Möglichkeit wurde genutzt.
Die wohl beliebteste Aktivität aber war das Verzieren der Holzschwerter, die jeder Gast zum Einlass des Events bekam. Diese konnten mit Cosplay-Techniken verziert und bemalt werden, um echte Unikate anzufertigen. In einem zweiten Schritt hatte man dann noch die Möglichkeit, sich eine passende Schwerthalterung aus speziellem Schaumstoff herzustellen, um sein neues Meisterwerk angemessen zur Schau stellen zu können. Auf Wunsch auch direkt im eigens dafür eingerichteten ESO-Photospot.

Der Sturm auf die Burg
Was ist passiert? Das Highlight des Samstags war ohne Frage der Sturm auf die Burg. Die Anwesenden versammelten sich mit ihren frisch verzierten Schwertern am Fuße der Burg, teilten sich in zwei verfeindete Fraktionen auf und lieferten sich ein wildes Gefecht.
Nach einem aufregenden Kampf eroberten sie anschließend gemeinsam die Burg und stürmten den Burghof. Einige Aufnahmen des Spektakels findet ihr hier:
Nach dem Sturm gab es ein gemütliches Ausklingen des Tages. Begleitet wurde das unter anderem vom anwesenden Musiker und Barden KawauMusic, der mit allerhand Instrumenten für eine mittelalterliche und heimelige Stimmung am Lagerfeuer sorgte. Auch wenn Letzteres aufgrund des trockenen Wetters nicht angezündet werden durfte.



Wem das jedoch zu ruhig war, der konnte seinen Abend auch im Keller der Burg verbringen, den Bethesda kurzerhand in eine Disco verwandelt hat. Es war also für jeden was dabei, um diesen Abend für sich selbst perfekt gestalten zu können.
Was gab es sonst? All diese verschiedenen Aktivitäten machten natürlich hungrig. Selbstredend war auf der Taverne auch für das leibliche Wohl gesorgt. Neben einem großen, offenen Burgergrill gab es noch zwei Food-Trucks, die die Anwesenden mit Pommes Frittes in verschiedenen Varianten und Burritos versorgt haben.
Am Abend gab es auch in diesem Jahr wieder eine Torte von KittyCatCakes. Dieses Mal in Form einer erstaunlich echt aussehenden Käseplatte, mit den Geschmacksrichtungen Käsekuchen, Zitronen-Schmandkuchen und veganer Schokokuchen. Letzterer kann von der Redaktion als ausgesprochen lecker bewertet werden.

Die Taverne ist tot, lang lebe die Taverne
Wie hörte es auf? Die Taverne endete am Sonntag mit dem Abschied von Kai Schober, dem langjährigen Community Manager von ESO, der das Team im Rahmen der jüngsten Entlassungen verlassen muss. Und damit auch dem Abschied der ESO-Taverne als solcher. Denn, wie viele bereits befürchtet hatten, war 2026 das letzte Jahr, in dem Bethesda das Event veranstaltet.
Nach einer emotionalen Abschiedsrede von Kai wurden anschließend die Dekoration der Burg und zahlreiche weitere ESO-Props für einen guten Zweck vertrieben. Fans konnten sich so Dinge sichern, die es sonst nicht zu kaufen gäbe. Die damit gesammelten Erlöse gingen an die Deutsche Krebshilfe und Plant the Planet, kamen also einem guten Zweck zugute.
Doch das Ende der Taverne muss das nicht bedeuten. Eine Gruppe von Fans hat bereits auf der Taverne angekündigt, das Event fortführen zu wollen, und zwar ohne Bethesda oder ZeniMax. Dadurch würde sich einiges ändern, zum Beispiel auch der Name, denn offizielles Elder-Scrolls-Branding wäre dann nicht mehr verfügbar.

Wie geht die Taverne weiter? Dennoch sieht es die Community wie wir: Dieses Event ist es wert, am Leben gehalten zu werden. Auch der ehemalige Community Manager Kai Schober hat bereits angekündigt, diese Unternehmung zu unterstützen und ratgebend die Taverne zu unterstützen. Auch einige der Standbetreiber, die seit Jahren auf dem Event unterwegs waren, boten bereits ihre Hilfe an.
Die Organisation davon findet über Discord statt. Falls auch ihr weiterhin dabei bleiben möchtet, könnt ihr eben diesem gerne beitreten. So erfahrt ihr im Detail und als Erstes, wann und wie es mit der ESO-Taverne weitergeht.
So endete die Taverne auf einer traurigen Note, die jedoch Hoffnung verspricht. Wir verließen das Event mit einem großen Haufen neuer, schöner Erfahrungen und ein wenig Melancholie, als mir Kai auf dem Weg zum Auto ein letztes Mal zugewunken hatte.
Was sagt ihr zu der ESO Taverne 2026? Wart ihr vor Ort? Oder habt ihr Gedanken dazu, wie es in Zukunft mit ESO und dem Community-Event weitergeht? Schreibt uns gerne in die Kommentare hier bei MMO News. Wenn ihr im Detail wissen möchtet, was wir alles auf der ESO-Taverne erlebt haben, dann hört gerne in Podcastfolge 151 rein, in der Mark ausführlich berichtet.
