Tides of Annihilation nimmt euch mit auf eine Reise zwischen London und Avalon, zwischen God of War und Devil May Cry, zwischen genialem Action-Feuerwerk und vielleicht etwas zu viel nackter Haut. Ich haf Annihilation nimmt euch mit auf eine Reise zwischen London und Avalon, zwischen God of War und Devil May Cry, zwischen genialem Action-Feuerwerk und vielleicht etwas zu viel nackter Haut. Ich habe auf der gamescom 45 Minuten lang spielen können und wollte wirklich, wirklich nicht aufhören.
Was ist Tides of Annihilation? Das actiongeladene Tides of Annihilation wurde erstmals im Februar 2025 vorgestellt. Danach war es lange still um das Spiel, das direkt beim ersten Trailer mit einem sehr einzigartigen Setting begeistern konnte.
Ihr steuert Gwendolyn, eine eigentlich normale, junge Frau im modernen London. Zumindest so lange, bis eine düstere Macht die Welt ins Dunkel stürzt und ein apokalyptisches London zwischen Fantasy und Dystopie zur Spielwelt von Tides of Annihilation macht.
Um Rache zu nehmen und ihre Schwester zu finden, zieht Gwendolyn los und erfährt dabei, dass sie die erste Person seit König Arthur ist, die die Kraft hat, die Ritter der Tafelrunde zu beschwören und so ihre Mächte zu nutzen.
So schlägt das Spiel die Brücke zu seiner zweiten Spielwelt: dem mystischen Land Avalon, wo ihr die Geister der besagten Ritter findet und an euch binden könnt. Im Gameplay sind es dann die verschiedenen Ritter und ihre Fähigkeiten, die ihr praktisch als Waffen ausrüsten könnt.
Wie spielt sich das? Dabei greift Gwendolyn auf ein Arsenal aus jeweils 4 Rittern gleichzeitig zurück. Ihr rüstet immer einen Haupt- und einen Nebenritter aus und könnt zwischen zwei solchen Sets auf Knopfdruck hin und her wechseln. Jeder dieser Ritter hat dann noch eine Haupt- und eine Zweitfähigkeit.
Insgesamt kommt ihr damit also auf ein beachtliches Skillset von 8 Fähigkeiten, die euch im Kampf zur Verfügung stehen. Dazu kommt eine Ultimate-Fähigkeit, die ihr frei wählen könnt, und diverse Kombo-Angriffe.
Das Kampfsystem ist sehr schnell und dabei beinahe schwerelos. Bin ich einmal durch einen Doppelsprung in der Luft, kann ich den Gegner gefühlte Ewigkeiten bearbeiten, bevor ich auf dem Boden lande. Ein so gelungenes Actiongefühl kannte ich bisher nur von Devil May Cry.
Dazu paart Tides of Annihilation dann die schweren und brachialen Angriffe der verschiedenen Ritter, die dem ohnehin schon guten Kampfsystem, die Schwere und die Wucht eines God of War an die Hand geben. Ebenfalls aus GoW borgt sich Tides die turmhohen Bossgegner, die erheblich zur Atmosphäre beitragen. Die Mischung, die daraus entsteht, macht unglaublich viel Spaß und hat mich direkt in ihren Bann gezogen.
45 Minuten waren viel zu wenig für das Angebot
Was konnte ich spielen? Ich hatte 45 Minuten freie Zeit mit einem Demo-Build, der mir gleich mehrere Optionen an die Hand gibt. Nach einem kurzen Tutorial konnte ich frei entscheiden, ob ich einen Einblick in die Story und damit den Rundumschlag möchte, wofür ich mich auch entschieden habe. Daneben standen ein Bosskampf und ein extra schwerer Bosskampf zur Auswahl.
Leider waren die 45 Minuten nur gerade so genug, um eines davon abzuschließen. In dem Rundumschlag, den ich spielte, ging es durch ein zerfallenes Museum, auf der Suche nach dem Buch der Toten und somit der Ägyptenabteilung. Ein erster Hinweis darauf, dass Tides of Annihilation noch mehr Mythologie einbeziehen könnte, als die Geschichte rund um König Arthur.
Einen visuellen Einblick in das Kampfsystem gibt es hier:
Nach einigen, sehr gut vertonten, Dialogen, konnte ich das Museum dann frei erkunden. Dabei besiegte ich immer wieder kleinere Gruppen von Gegnern und Minibosse. Der Schwierigkeitsgrad ist angenehm fordernd. In den 45 Minuten bin ich insgesamt 5 Mal zu Boden gegangen, 3 Mal alleine gegen den letzten Boss.
Jedoch hat auch der erste Miniboss schon mit mir den Boden aufgewischt. Tides of Annihilation ist kein Soulslike, es gibt keine Ausdauer und keine Cooldowns auf Ausweichen oder andere Angriffe. Dennoch hauen die Gegner wirklich hart zu. Passt man nicht auf, bestraft das Kampfsystem einen sofort. Und das ist gut so.
Wenn es euch doch mal erwischt, sind die Check-Points im Kampf und im Level fair gesetzt. Und auch, wenn mir für das Besiegen des letzten Bosses der Demo am Ende die Zeit davonlief, hatte ich unfassbar viel Spaß mit Tides of Annihilation.
Die nackte Tatsache – Das Spiel ist nicht perfekt
Was hat mir nicht gefallen? Tides of Annihilation glänzt mit seiner Welt, gelungenen Charakteren und einem der besten Kampfsysteme, das ich seit langem in der Hand hatte. Doch in der Gamescom-Demo gab es auch noch einiges, was mich gestört hat. Das ist okay, immerhin hat das Action-RPG noch nicht mal ein Releasedatum und den Entwicklern bleibt noch genug Zeit, Fehler zu korrigieren. Trotzdem muss ich sie hier ansprechen.
Das ganze Bewegen außerhalb des Kampfes fühlt sich zum Beispiel noch nicht sehr rund an. Über Hindernisse springen oder mit einem Doppelsprung über einen Abgrund hüpfen, das geht. Es spielt sich aber noch nicht sehr gut. Vor allem die Doppelsprünge sind dabei oft clunky.
Das liegt daran, dass ich im Kampf teils meterweit automatisch springe, um meinem Gegner noch einen Hieb mitzugeben. Außerhalb des Getümmels kann ich mich im Sprung aber nur wenige Zentimeter bewegen. Das fühlt sich einschränkend und nicht gut an.
Außerdem rast Gwendolyn in der offenen Welt sehr schnell dem Boden entgegen, wenn ich mich nirgendwo festhalten kann. Auch das steht im Widerspruch zu den fast minutelangen Luftpassagen, die in den Kämpfen stattfinden. Hier muss Entwickler Eclipse Glow Games nochmal ran.

Unnötig viel nackte Haut: Okay, ich weiß. Mit diesem Punkt mache ich mich vielleicht unbeliebt. Wer mich kennt, weiß, dass ich auch viel Zeit in Games wie Lost Ark verbracht habe, wo man auf ähnliche Probleme trifft. Trotzdem ist mir Gwendolyns Kleidungsstil, aber auch die teils seltsame Kameraführung in der Demo negativ aufgefallen.
Für eine Quasi-Erbin von König Arthur, die sich dem Kampf gegen dunkle Mächte stellt, hat Gwendolyn schlicht zu wenig an. Von Rüstung kann hier keine Rede sein. Innerhalb der Demo konnte ich mir 3 Outfits ansehen, und alle davon waren Seidenunterhämden näher als einer brauchbaren Rüstung.
Generell war Gwendolyns Körper selten mehr als zu 50 % bedeckt. Was einigen sicher gefällt, fürs Kämpfen aber schlichtweg unhandlich und unglaubwürdig ist. Jetzt kann man sicher anmerken, dass auch ein Kratos in God of War viel zu wenig trägt, um sich tatsächlich zu schützen, und da hat man vermutlich auch recht. In Tides of Annihilation passt Gwendolyns Auftreten für mich aber einfach nicht zum Rest der Welt. Sie und ihre Outfits stechen hervor, statt mit der Welt zu verschmelzen. Das finde ich persönlich schade.
Das ist mir vor allem dann aufgefallen, als ich das erste Mal an einem der berühmten Videospiel-Seile über einen Abgrund rutschte. An dem Seil hält sich Gwendolyn dabei einhändig und mit einem Dolch fest. Sie trägt also ihr gesamtes Körpergewicht in ihrem Handgelenk.

Doch nicht nur das fällt auf. Die Kamera nimmt beim Rutschen über das Seil praktisch immer einen Winkel ein, der Gwendolyn von unten zeigt. Mit einem der späteren Outfits der Demo, das ein wenig mehr Beinfreiheit bietet, wirkt das sehr gewollt und unnötig sexualisierend auf mich. Aber das mag letztlich auch einfach nur an mir liegen.
Was haltet ihr von Tides of Annihilation? Freut ihr euch auf das Spiel? Konntet ihr es selbst vielleicht schon anspielen? Was sagt ihr zu meinen Kritikpunkten, überzogen oder seht ihr meinen Punkt? Schreibt es uns gerne in die Kommentare, direkt hier bei MMO News oder gerne auch bei uns im Discord.
