Das neue Tomb Raider: Legacy of Atlantis ist die inzwischen dritte Neuauflage des ersten Tomb-Raider-Teils von 1996. Wer das Original gespielt hat, und eventuell auch die Neuauflage Tomb Raider Anniversary von 2007, fragt sich mit Recht: Lohnt sich ein dritter Ausflug mit Lara? Ich finde schon.
Was ist Legacy of Atlantis? Während die Grundgeschichte wohl dieselbe bleibt, ist Tomb Raider: Legacy of Atlantis kein reines Remake, sondern wird von den Entwicklern als sogenanntes Reimagening des aller ersten Tomb Raiders bezeichnet. Die Level, die man bisher gesehen hat, zeigen sehr deutlich, dass man die ursprünglichen Ideen genommen hat, um sie passend zum Stil von Tomb Raider weiterzuentwickeln.
Schaut man sich beispielsweise den Damocles-Raum in einem Level in Griechenland an, so erkennt man sehr deutlich die Idee der herabfallenden Schwerter aus dem Original. Der Raum selbst ist aber viel größer und imposanter gestaltet. Statt den Schwertern nur auszuweichen, muss man nun über die herabgestürzten Schwertknäufe springen, um das Rätsel zu lösen und einen Gegenstand zu bekommen, der den Türmechanismus öffnet.

In der Geschichte wird die „neue“ Lara fortgesetzt
Wie ist das mit der Zeitlinie? Auch wenn Legacy of Atlantis in der gleichen Zeitlinie spielt wie die zuletzt erschienenen Survivial-Teile Tomb Raider (2013), Rise of the Tomb Raider und Shadow of the Tomb Raider, man also die „neue“ Lara spielt, ordnet sich Legacy of Atlantis zeitlich deutlich später ein. Lara hat sich seit Shadow of the Tomb Raider also deutlich verändert.
Sie ist jetzt älter, erfahrener und zäher. Um das zu verdeutlichen, wird die neue Lara nun auch von einer anderen Sprecherin synchronisiert. Es war den Entwicklern aber wichtig, zu betonen, dass es immer noch die gleiche Person, der gleiche Charakter ist, und sich Lara einfach über die Jahre weiterentwickelt hat.

Anders aber doch gleich – im guten Sinne
Was ist anders, was ist gleich? Legacy of Atlantis bringt viele typische Tomb-Raider-Elemente zurück, die in den letzten Teilen zu kurz kamen: Neben den ikonischen Doppelpistolen bewegt sich Lara indessen auch wieder akrobatischer und weicht angreifenden Tigern oder herunterfallenden Steinen elegant mit einem seitlichen Flic-Flac oder einem Hechtsprung nach vorn aus.
Auch die Slow-Motion nach einem perfekten Dodge ist zurück und ermöglicht dynamische Kämpfe mit Wildtieren. Generell orientiert sich das Kampfsystem wieder mehr am Original. Eine Neuerung, die mir aber richtig gut gefällt, ist, dass man in entlegenen Gegenden und verlassenen Tempeln keine Medikits mehr findet (wie kommen die da überhaupt hin?), sondern Lara nun aus gefundenen Materialien verschiedene Heil- und Buffitems craften kann.

Außerdem besitzt Lara nun einen Scanner, mit dem sie Infos über ihre Umgebung sammeln kann. Er kann auch dazu genutzt werden, sich Hinweise zu Rätseln geben zu lassen, wenn man nicht weiterkommt.
Im Gegensatz zu den vorherigen Teilen passiert das hier wohl aber nicht mehr „einfach so“ und verdirbt einem spontan den Rätselspaß. Eine gute Änderung.
Um dem Vermächtnis von Tomb Raider zu gedenken, können im Spiel viele verschiedene Outfits gefunden und freigeschaltet werden, beispielsweise Laras Outfit aus Tomb Raider: Legends. So kann man als jede Version von Lara spielen, auf die man gerade Lust hat. Von Pixel- bis Survival-Lara.
Was haltet ihr von Legacy of Atlantis? Habt ihr Lust, im Februar wieder zurück zu der knallharten Archäologin zu gehen? Oder habt ihr die Geschichte doch schon zu oft erlebt und wartet lieber auf Tomb Raider: Catalyst? Schreibt es uns gerne in die Kommentare hier bei MMO News oder direkt bei uns im Discord.
