Was sind eigentlich die besten MMORPGs, die ihr 2026 spielen könnt? Diese Frage mag sich für den ein oder anderen stellen, auch wenn es in den vergangenen Jahren nur wenige erfolgreiche neue Titel gab. Denn theoretisch gibt es mehr als 100 Spiele zur Auswahl. Einige davon sind richtig gut, andere aber auch richtig schlecht. Damit ihr als Neueinsteiger oder Rückkehrer in das Genre nicht den Überblick verliert, habe ich euch hier eine Übersicht angefertigt.
Hi, mein Name ist Alex und ich spiele seit 2005 fast ausschließlich MMORPGs. Ich habe so ziemlich alles Neue ausprobiert und möchte euch mit diesem Artikel eine Übersicht über die besten Spiele an die Hand geben. Wer das alles nicht unbedingt lesen, sondern lieber hören und mit Gameplay untermalt sehen möchte, der kann direkt in das Video schauen:
Inhaltsverzeichnis
Platz 1 – World of Warcraft
Und dann starten wir rein in die Liste mit meinem persönlichen Platz 1 und das ist World of Warcraft. Und der ein oder andere von euch wird jetzt vielleicht etwas enttäuscht sein, aber WoW ist und bleibt das Maß aller Dinge. Zum einen erschien im März die neue Erweiterung Midnight, die neue Gebiete, neue Story-Inhalte, Dungeons und Raids gebracht hat. Geschichtlich kämpft ihr weiter gegen Xalatath und die Leere. Hier wurden in einer Roadmap sogar schon die nächsten Content-Updates angekündigt, darunter Patch 12.1 für August, der dann ein weiteres Gebiet und einen neuen Raid bringt. Für Content-Nachschub ist also weiterhin gesorgt, auch weil Blizzard inzwischen alle 8 Wochen ein neues Update bringt.
Zum anderen ist das MMORPG einfach unheimlich breit aufgestellt. Es bietet:
- Midnight
- Verschiedene Classic-Server
- Hardcore-Servern
- Remix und anderen Events wie Plunderstorm
- Und plant voraussichtlich Classic+, das wohl dieses Jahr auf der BlizzCon vorgestellt wird.
Natürlich ist WoW nicht für jeden Spielertyp das Richtige. Wer etwa ein Action-Kampfsystem sucht, ist hier falsch, denn das MMORPG setzt auf Tab-Targeting. Ihr visiert also Feinde an und eure Fähigkeiten treffen diese automatisch. Spektakuläre Ausweichrollen oder Blocken über eine Maustaste sucht ihr hier vergeblich. Und natürlich muss man die Welt und die Grafik mögen.
Zudem setzt das Spiel ein monatliches Abo für 13 Euro voraus, was nicht unbedingt jeder bereit ist zu zahlen. Sind diese Voraussetzungen aber gegeben, dann ist World of Warcraft einfach das kompletteste Spiel auf dem Markt.
Platz 2 – Guild Wars 2
Auf dem zweiten Platz sehe ich weiterhin Guild Wars 2, nicht unbedingt, was die Spielerzahlen angeht, aber definitiv in puncto Qualität und Spaß. Dieses MMORPG aus dem Jahr 2012 überzeugt vor allem mit seinem Kampfsystem und dem Fokus auf gemeinsamem Spielen in der offenen Welt. Denn in kaum einem anderen Titel erlebe ich so oft mit Dutzenden anderen zusammen Bosskämpfe und riesige Welt-Events. Das, und das Design der Gebiete, sind definitiv Stärken der amerikanischen Firma ArenaNet.
Denn hier könnt ihr in jeder Zone spannende Dinge wie Jumping Puzzles, versteckte Erfolge, hübsche Aussichtspunkte und einfach nur Elite- oder Champion-Gegner entdecken, die ihr nicht oder nur schwer alleine besiegen könnt. Die Community ist aber sehr hilfsbereit. Zudem nutzt GW2 ein Kampfsystem, das zwar auch auf Tab-Targeting basiert, aber eine Ausweichrolle bietet, euch die meisten Fähigkeiten im Laufen verwenden lässt und man zudem für Nahkampfangriffe auch wirklich zu Feinden laufen muss. Es ist also ein Hybrid-Modell, das mir aber extrem viel Spaß macht. Extrem viel Spaß machen auch die Reittiere, die nämlich alle verschiedene Effekte und Fähigkeiten haben, was sie einzigartig im Genre macht.
Was die Updates angeht, so erschien Ende Oktober 2025 die neue Erweiterung Visions of Eternity, die gleichzeitig die beste der letzten 4 Jahre ist. Über das Jahr verteilt gab es ein Raid- und ein Content-Update, ein weiteres ist dann für September geplant.
Was bei Guild Wars 2 für gemischte Reaktionen sorgt, das ist die Charakter-Entwicklung. Denn seit dem Release wurde das Max-Level nicht angehoben und seit 2012 gab es auch keine neue Ausrüstungsstufe mehr. Man kann also relativ schnell das Max-Level und das Max-Gear erreichen und es ist nie outdatet. Stattdessen fokussiert man sich auf horizontale Progression, wie etwa neue Stat-Kombinationen oder neue Beherrschungen, oder sammelt neue Skins.
Die Fans des MMORPGs finden diese Herangehensweise gut, weil man nicht zu Grind genötigt wird. Kritiker hingegen fehlt es an Motivation und Zielen. Guild Wars 2 ist zudem verhältnismäßig teuer. Das Grundspiel ist zwar komplett Free2Play, später benötigt ihr aber insgesamt 6 neue Erweiterungen. Die ersten 3 gibt es im Paket für 50 Euro und jede weitere dann noch einmal für zwischen 15 und 25 Euro. Rund 100 Euro müsst ihr ohne Sale ausgeben, um an alle Inhalte zu kommen. Dazu muss man gestehen, dass die Grafik inzwischen etwas in die Jahre gekommen ist.
Und zu guter Letzt kommt erschwerend hinzu, dass nun Guild Wars 3 angekündigt wurde und zu dessen Gunsten vorerst keine neue Erweiterung erscheint. Allerdings soll es voraussichtlich 2028 dann mit regulären Updates weitergehen. Bis dahin planen sie aber noch ein neues Gebiet in Orr, die Einführung der Halle der Monumente und eine neue WvW-Karte. Komplett ohne Content ist man also auch zukünftig nicht.
Platz 3 – Old School RuneScape
Auf dem dritten Platz sehe ich derzeit Old School RuneScape. Das Spiel wurde 2013 veröffentlicht, setzte den Titel aber in einer Art Classic-Version auf das Jahr 2008 und damit vor ein großes Grafikupdate zurück. Damit wollte man alte Fans zurückholen, die mit der modernen Version nicht so zufrieden waren. Und das mit Erfolg. Im August 2025 loggten sich über 240.000 Spieler gleichzeitig ein. Das ist nicht nur der beste Wert, denn RuneScape jemals hatte, sondern damit dürfte das Spiel zwischenzeitlich in den Top 3 der westlichen MMORPGs gewesen sein. Für einen Titel mit solch einfacher Grafik ist das enorm. Doch was macht Old School RuneScape so gut?
Zum einen schafft es das Spiel mit seinen 23 verschiedenen Skills dafür zu sorgen, dass man immer etwas zu tun hat und jeden Tag Fortschritt erleben kann, selbst wenn man nur wenig Zeit investiert. Das fühlt sich unheimlich belohnend an, wahlweise die Kampf- oder Crafting-Fähigkeiten zu pushen. Zum verzichtet es auf Timegates und Mikrotransaktionen, was von den Fans honoriert wird. Die haben ohnehin starke Nostalgiegefühle, entweder zu RuneScape selbst oder aber zumindest zu den Old School-MMOs.
Denn wer ein modernes Spiel mit actionreichen Kämpfen und viel Quality of Life sucht, der ist hier definitiv an der falschen Adresse. Dafür hat es eine sehr engagierte Community, mit der die Entwickler auch regelmäßig interagieren. Denn neue Inhalte werden nur implementiert, wenn sie auch in Umfragen von der Community mit einer Mehrheit positiv bewertet werden. Zuletzt war das etwa beim Skill Sailing der Fall, der im November 2025 veröffentlicht wurde. Hier unterscheidet sich übrigens auch Oldschool RuneScape vom bisherigen WoW Classic. Das Spiel wird nämlich aktiv weiterentwickelt, und das in eine komplett andere Richtung als das noch immer existierende RuneScape. Und es lässt sich neben dem PC auch auf dem Smartphone spielen.
Old School RuneScape könnt ihr kostenlos ausprobieren, doch wer Zugriff auf alle Gebiete und Skills haben möchte, der muss dann ein monatliches Abo für 9,99 Euro abschließen.
Platz 4 – Albion Online
Ebenfalls eine eher schwache Grafik hat Albion Online. Und hier kommen wir zum ersten MMORPGs, das sich stärker an PvP-Fans richtet. Ihr erstellt euch einen Charakter ohne feste Klasse und stellt euch dann eine Ausrüstung zusammen, passend für eure Spielweise. Hier könnt ihr entweder selbst craften oder aber im Auktionshaus zuschlagen.
Der Gameplay-Loop besteht darin, immer höhere Tiers an Ausrüstung zu bekommen und eure Skills im Schicksalsbrett zu verbessern. Dann könnt ihr in immer höhere Gebiete vordringen, die aber auch immer gefährlicher werden. In den blauen Zonen etwa herrscht gar kein PvP, in den roten und schwarzen hingegen können sich alle bekämpfen und es können sogar das Inventar und die getragene Ausrüstung verloren gehen.
Insgesamt erwarten euch verschiedene Dungeons, etliche Zonen, riesige Zerg-PvP-Schlachten um die Kontrolle von Gebieten, aber auch Arena-PvP und eine eigene Insel fürs Housing. Mit der Einführung des Journals im vergangenen Jahr ist nun auch der Einstieg einfacher geworden. Hier bekommt ihr eine grobe Übersicht, was es zu tun gibt und wie euch das weiterbringt. Das war mit eine der besten Änderungen seit dem Release.
Albion Online erfreut sich hoher Spielerzahlen von rund 100.000 bis 300.000 verschiedenen Nutzern pro Tag. Damit landet es in jedem Fall in den Top 10 und ist zudem eines der wenigen erfolgreichen Crowdfunding-MMOs. Es kann auf dem PC oder Smartphone gespielt werden und ist Free2Play, mit einem optionalen monatlichen Abo und einem Shop mit verschiedenen Skins, aber auch Ingame-Währung, die man direkt kaufen kann.
Platz 5 – Final Fantasy XIV
Zuletzt etwas enttäuscht hat mich Final Fantasy XIV. Das Spiel hat noch immer eine hochwertige Story und bekommt regelmäßige Updates, aber mit Dawntrail war ein Qualitätsverlust im Vergleich zu Shadowbringers oder Endwalker spürbar. Die Geschichte wurde gemischt aufgenommen und bei den Features gab es zwar im vergangenen Jahr mit Kreszentia eine neue Feldexploration und damit ein kleines Highlight, aber vieles läuft den Fans zu formelhaft und uninspiriert ab.
Trotzdem ist das japanische Rollenspiel immer noch einer der besten Titel im Genre überhaupt, auch wenn man die Grafik und die Art des Storytellings definitiv mögen muss. Der Einstieg ist zudem etwas zäh, doch hat man sich einmal durch das Grundspiel und die erste Erweiterung gekämpft – die übrigens komplett kostenlos spielbar sind –, dann nimmt die Story richtig Fahrt auf und überzeugt mit mitreißenden Wendungen und viel Emotionalität. Von der reinen Geschichte her gehört es neben SWTOR und ESO zu den Highlights im Genre.
Abseits der Story überzeugt es mit einem coolen Jobsystem, sodass man alle Klassen auf einem Charakter erlernen und leveln kann. Im Mid- und Endgame gibt es knackige Dungeons und Raids und auch das Housing spielt in Final Fantasy eine wichtige Rolle. Zudem gibt es sehr viele Nebenaktivitäten und eine sehr einsteigerfreundliche Community, die euch gerne mal an die Hand nimmt.
Spannend ist, dass der Chef des Spiels, Naoki Yoshida, bereits eine neue, große Überarbeitung angekündigt hat. Der Fokus liegt hier wohl auf dem Einstieg und dem Respekt für die Zeit der Spieler. Das wird wohl aber eher ein Thema für die nächste Erweiterung, die im Frühjahr 2027 erscheint.
Wer jetzt mit dem Spiel einsteigen möchte, kann dies wie schon angesprochen kostenlos tun. Nach der Testversion müsst ihr jedoch ein monatliches Abo abschließen und die neueste Erweiterung Dawntrail kaufen, wobei hier auch die vorherigen mit enthalten sind. Zum ersten Mal in dieser Liste ist ein Titel neben dem PC auch auf PlayStation und Xbox spielbar. Im August 2026 kommt es zudem für die Nintendo Switch raus.
Honorable Mentions
Und das waren dann meine Top 5, allerdings möchte ich euch noch weitere gute Titel mit an die Hand geben, bei denen es jedoch etwas mehr zu meckern gibt. Hier hätten wir zum einen The Elder Scrolls Online, das 2026 eigentlich vielversprechend gestartet ist, dann jedoch aufgrund der Entlassungen einen herben Rückschlag hinnehmen musste.
Dennoch gehört es aufgrund der Masse des Contents, der guten und vollvertonten Story sowie des hohen Produktionslevels zum Besten, was das Genre zu bieten. Zudem eignet es sich hervorragend für Singleplayer- und Elder Scrolls-Fans, die so vielleicht auch zu anderen MMORPGs gelockt werden könnten.
Ein Muss für PvP- und Action-Fans ist auch weiterhin Black Desert. Das Spiel bekam gerade erst im Juli eine neue Klasse und wird im Sommer mit neuen Gebieten und Inhalten erweitert. Edania hat auch abseits davon einige nützliche Ergänzungen vorgenommen, und auch wenn es wirklich sehr grindy zugeht, mag ich es gerne mal für ein paar Wochen in diesem MMORPG zu versinken. Auch hier könnt ihr wahlweise auf dem PC oder auf PS5 und Xbox Series X/S spielen.
Wer lieber auf knackige PvE-Inhalte steht, der sollte Lost Ark ausprobieren. Das koreanische MMORPG setzt auf schwere Raids und actionreiche Kämpfe und hat zudem in der Vergangenheit immer wieder den Grind angepasst. Musste man früher noch etliche Nebencharaktere spielen, um das zusätzliche Gold in den Hauptcharakter zu stecken, wurden inzwischen viele tägliche Aufgaben abgeschafft und ihr kommt dank weiterer Anpassungen und regelmäßiger Events immer schneller in das Endgame. Dort könnt ihr euch dann Gruppeninstanzen stellen, die künftig sogar in drei Schwierigkeitsgraden angeboten werden und mit zu dem Schwersten gehören, was das Genre zu bieten hat. Lost Ark ist dabei Free2Play und bietet einen Shop und ein optionales Abo.
Und zu guter Letzt möchte ich nochmal auf Project Gorgon verweisen. Dieser Indie-Titel sieht etwas altbacken aus, bietet nur eine begrenzte Menge Content und auch keine riesigen Spielerzahlen, aber er wurde mit unglaublich viel Liebe zum Detail gebaut. Die Kämpfe machen Spaß, die Quests enthalten Rätsel und sind abwechslungsreich, und auch die NPCs wurden unterhaltsam gestaltet. Am 28. Januar fand hier erst der volle Release statt, nach fast 8 Jahren im Early Access. Der Titel spricht sicherlich nicht jeden an, ist aber ein kleiner Geheimtipp, weswegen ich ihn hier aufnehmen wollte.
Natürlich gibt es noch haufenweise weitere MMORPGs, die man hier nennen könnte, etwa EVE Online, Herr der Ringe Online, Throne and Liberty, SWTOR und viele mehr. Wenn man mich aber fragt, welche Spieler derzeit die besten sind, dann sieht die Liste nun mal so aus. Ich hoffe, ich konnte euch in diesem Dschungel an Spielen ein bisschen weiterhelfen, und schreibt natürlich auch gerne in die Kommentare, welches eure Lieblings-MMORPGs sind.
